Solarpanele auf Hausdach

Neues Energiegesetz in Frankreich eröffnet Marktchancen

Schrittweise wird in Frankreich die Direktvermarktung für Erneuerbare ausgeweitet. Vattenfall möchte sich dort von Anfang an als professioneller Handelspartner für die Direktvermarktung etablieren – und bringt dafür jede Menge Erfahrung mit.

Oktober 2016

2016 ist in einem unserer Nachbarländer Bewegung in den Energiemarkt gekommen: Frankreich hat zum Jahresanfang das neue Energiewende-Gesetz für grünes Wachstum eingeführt, das Anreize zur Umgestaltung des Energiesystems schaffen und in diesem Zuge den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern soll. Unter anderem erweitert das Gesetz die Möglichkeiten für die Direktvermarktung von regenerativ erzeugtem Strom.

 

Neue Handelsoptionen

Für europaweit aktive Marktteilnehmer wie Vattenfall sind das gute Nachrichten, denn diese Gesetzesänderung bedeutet eine Marktöffnung mit neuen und interessanten Handelsoptionen. Französische Anlagenbetreiber sind dann nicht mehr an landeseigene Netzbetreiber gebunden, sondern dürfen ihren Strom auch über ausländische Handelspartner an der Strombörse vermarkten.

Im ersten Schritt betrifft dies ausschließlich Solaranlagen, die ab 2017 neu gebaut werden. Das Procedere läuft so ab, dass der französische Staat bestimmte Erzeugungsmengen ausschreibt und diese im Rahmen von Auktionen an die günstigsten Projektierer, die sich darauf bewerben, vergibt.

 

Frühzeitig Marktpräsenz zeigen

Vattenfall plant, zusätzliche Marktchancen zu nutzen und bereitet entsprechende Aktivitäten vor. „Aktuell führen wir Gespräche mit potenziellen Kunden über die spätere Abnahme ihrer Strommengen zwecks Direktvermarktung. Diese frühzeitigen Verhandlungen geben den Projektierern Kalkulationssicherheit für die Auktionen, im Gegenzug haben wir dann bereits erste Vermarktungsvolumina sicher, wenn das eigentliche Handelsgeschäft ab 2018 startet“, erklärt Christian Sdralek, Market Development Renewables bei Vattenfall.

 

Ausweitung der Handelsaktivitäten in Frankreich

Ein kompletter Neueinstieg in den französischen Markt wäre es für Vattenfall indes nicht: „Wir sind dort bereits im Kundengeschäft aktiv und haben auch einen bestehenden Marktzugang. Eine Ausweitung der Handelsaktivitäten auf den Bereich der Direktvermarktung wäre für uns demnach nur konsequent“, betont Sdralek.

Und so lassen sich aus seiner Sicht trotz leichter regulatorischer Unterschiede das umfassende Know-how von Vattenfall und die langjährigen Erfahrungen – gesammelt in Deutschland, Großbritannien, nordischen Ländern und den Niederlanden – ideal auf den französischen Markt übertragen. „Wir beherrschen die Direktvermarktung und das gesamte Geschäft dahinter aus dem Effeff. Das macht uns für die Marktakteure in Frankreich von Anfang an zu einem professionellen, zuverlässigen und nicht zuletzt auch finanzstarken Partner.“

 

Zur Artikel-Übersicht