Baustelle für Onshore Windpark mit Kreisrundem Fundament und Kran

Effizienz statt Engpass:
Wie Vattenfall in Hommerdingen den Netzanschluss optimiert

Mit dem Hybridpark Hommerdingen / Biesdorf setzen wir Maßstäbe: Er kombiniert Windanlagen und Photovoltaik, nutzt dafür nur einen Netzanschluss und soll netzdienlich betrieben werden. Doch das birgt auch Herausforderungen.

März 2026

In Hommerdingen / Biesdorf wollen wir den Solarpark nicht gesondert, sondern über den Windpark an das Verteilnetz anschließen. Der Solarpark wird damit technisch quasi wie ein weiteres Windrad betrachtet, so dass nur ein Netzanschluss für die gesamte Anlage nötig ist.

Allerdings zeigt sich, dass der geplante Anschluss durch begrenzte Kapazitäten herausfordernder ist als erwartet. Gleichzeitig eröffnen sich Möglichkeiten, die Anbindung kosteneffizienter und zukunftssicher zu gestalten.

 

Wo liegen die aktuellen Herausforderungen im Hybridpark?

Die regionale Infrastruktur stößt an ihre Grenzen – die Kapazitäten des Verteilnetzes sind knapp. Klassische Netzverstärkungen wären zeit- und kostenintensiv; zudem besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit von Abregelungen, denn in Zeiten hoher Einspeisung droht eine stärkere Einbindung in Redispatch-Maßnahmen. Nicht zuletzt ergibt sich auch durch unseren hybriden Ansatz eine Herausforderung, denn die gemeinsame Einspeisung von Wind- und Solarenergie erhöht die technischen Anforderungen und macht eine smarte Steuerung notwendig.

 

Welche Optimierungsansätze bieten sich an?

Zunächst einmal ergibt die Kombination aus Wind und Solar mit dem gemeinsamen Netzanschluss grundsätzlich Sinn, da die beiden Anlagenarten meist zu unterschiedlichen Zeiten produzieren: Durch die unterschiedlichen Erzeugungsprofile können wir Lastspitzen ausgleichen und den Netzanschluss effizient nutzen.

Unser Ziel ist es, Abregelungen gezielt zu minimieren: Durch abgestimmtes Einspeisemanagement und zeitversetzte Leistungskonzepte lassen sich Ertragsverluste verringern. Außerdem können wir durch digitale Prognosen und flexible Betriebsführung Redispatch-Effekte wirtschaftlich sinnvoll managen. Der vorausschauende Umgang mit Redispatch ist hier das Stichwort.

Klar ist daher, dass ein solcher Park ein intelligentes Netzkonzept braucht. Mit dynamischer Leistungsbegrenzung und einem intelligenten Steuerungssystem können wir den Bedarf an klassischem Netzausbau deutlich reduzieren.

 

Welcher Mehrwert entsteht für das Projekt Hommerdingen?

Dank der gemeinsamen Infrastruktur und der smarten Regelstrategien reduzieren wir Netzanschlusskosten. Außerdem können wir den Park und den Netzanschluss schneller realisieren, da weniger konventioneller Netzausbau notwendig ist. Und schließlich steigen die Energieerlöse, wenn der Netzbetreiber weniger abregeln muss. Im Ergebnis wird der Hybridpark Hommerdingen den Standort langfristig stärken und einen starken Beitrag zur Energiewende leisten.

 

Vorteile auch für Power Purchase Agreements

Die kombinierte und sich ergänzende Erzeugung aus Wind und Sonne bietet für Unternehmen große Vorteile. Hybridparks nutzen die komplementären Erzeugungsprofile von Wind und Sonne, um eine stetige Versorgung aus Erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Diese Synergie erhöht den Anteil erneuerbarer Energie im Verbrauchsmix und schafft für Unternehmen eine verlässliche Basis für langfristige Preisstabilität.

 

Über Hommerdingen / Biesdorf

Das Hybrid-Kraftwerk Hommerdingen-Biesdorf besteht aus vier Windanlagen mit insgesamt 17 Megawatt Leistung sowie mehr als 12.000 Solarmodulen mit 7,6 MWp. Der Windpark gehört zur Gemeinde Hommerdingen, der PV-Park zur Gemeinde Biesdorf (Solar) in der Südeifel. Nach jetzigem Stand der Planungen soll das Kraftwerk im Herbst 2026 in Betrieb genommen werden.

 

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