Was ist der Unterschied zwischen dem Börsenhandel und dem OTC-Handel und welche Vor- und Nachteile gibt es? Wie entwickelt sich der OTC-Markt und wie können Kundinnen und Kunden von uns direkt am Großhandel teilnehmen? Wir beantworten die fünf meistgestellten Fragen.
März 2026
1. Was ist eigentlich der OTC-Markt?
OTC steht für over-the-counter – also Handel direkt zwischen zwei Marktparteien, ohne den Umweg über eine Börse wie die EEX oder die ICE. Klassische Teilnehmer sind Energieversorger, Stadtwerke, Industriekunden, Händler und Broker. Früher lief dieser Handel oft per Telefon oder E‑Mail, heute findet der Großteil über digitale Plattformen statt. Dazu gehören unter anderem Trayport oder Enmacc, wobei letztere eher eine moderne Ausschreibungsplattform für Angebotsanfragen, Fahrpläne und Sales-Trading-Preise ist und keine reinen Energiepreise abbildet.
2. Worin unterscheiden sich der Börsenhandel und der OTC-Handel?
Im Energiehandel gibt es grundsätzlich zwei Wege um Strom und Gas zu handeln: an der Börse oder OTC. Über die Börse werden häufig finanzielle Futures gehandelt. Es herrschen strenge Regeln und hohe Reporting-Anforderungen. Beim OTC-Handel läuft alles direkter: zwei Parteien, ein Deal und keine zentrale Clearingstelle. Das hat Vorteile: Der OTC-Handel ist flexibel, schnell und perfekt für physische Forwards. Und: Man braucht keine Börsenakkreditierung – ideal für viele Marktteilnehmer, die ohne großen Aufwand loslegen wollen.
3. Was ist Sales-Trading?
Grundsätzlich handelt es sich bei Sales-Trading auch um OTC-Handel, der Unterschied liegt in der Preisgestaltung: Im Sales-Trading verschwimmt meist der reine, echte Energiepreis mit Aufschlägen und Provisionen in einem Sales-Trading-Preis der Handelspartner. Auf der OTC-Handelsplattform Trayport Joule hingehen werden reine, echte Energiepreise gehandelt. Anfallende Handelsgebühren oder Provisionen werden getrennt betrachtet, wodurch eine höhere Transparenz entsteht.
4. Wie hat sich der OTC-Markt verändert?
Aus dem alten „Ich ruf dich mal an“-Handel ist ein professioneller, digitaler Handel geworden. Transparenz, Tempo und smarte Zugänge sind heute Standard. Ein Indikator: Über Trayport Joule werden inzwischen rund 80 Prozent des europäischen OTC-Volumens gehandelt. Da der Energiemarkt insgesamt gewachsen ist, ist auch der OTC-Sektor durchgestartet. Viele Marktteilnehmer wollen nicht nur Risiken absichern, sondern Marktbewegungen aktiv nutzen. Was sie dafür brauchen: Transparenz, Live-Preise, schnelle Ausführung, wenig Papierkram.
5. Wie können Vattenfall-Kunden am OTC-Markt teilnehmen?
Vattenfall setzt genau hier an und macht den Einstieg bewusst unkompliziert. Wir bieten – je nach Bedarf – unterschiedliche Marktzugänge: Den Energy Trader und unseren Direct Market Access (DMA): Der Energy Trader ist ein webbasiertes Portal mit echten, live Best-of-the-Book Preisen, direkt geroutet aus Trayport Joule. Kunden haben Zugriff auf Vattenfalls Netzwerk aus über 200 Marktteilnehmern. Unseren DMA bieten wir direkt in Trayport Joule an. So bekommen Kunden einen vollen Profi-Zugang zum Terminmarkt und können ihre Handelspartner und ihre Liquidität am Markt erhöhen. Beide Modelle punkten mit transparenten Prozessen, REMIT-Unterstützung, Lieferung in den eigenen Bilanzkreis und klaren Serviceentgelten.
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