Begriffe kurz erklärt
Swap (englisch: Tausch) ist ein Begriff aus dem Energiehandel. Dabei wird bei einer Transaktion zwischen zwei Parteien ein variabler Preis für einen definierten Zeitraum in einen Fixpreis umgewandelt. Der Vorgang ist eine reine Finanztransaktion, es erfolgt keine physische Lieferung. Im Vertrag sind Laufzeiten, Mengen und Preise festgelegt. Auftretende Preisdifferenzen werden in vorher vereinbarten Perioden ausgeglichen. Es gibt auch Swaps, bei denen ein variabler Preis in einen anderen variablen Preis umgewandelt wird.
Bei der Direktvermarktung wird Strom aus erneuerbaren Energien direkt verkauft, zum Beispiel über das Marktprämienmodell an der Strombörse EEX. Man unterscheidet zwischen der verpflichtenden Direktvermarktung von Neuanlagen und der optionalen Direktvermarktung von Bestandsanlagen.
Neue Anlagen, die ab dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen wurden und eine installierte Leistung von mindestens 100 kW haben, müssen ihren Strom direkt vermarkten (§ 20 EEG 2021). Zusätzlich müssen diese Anlagen fernsteuerbar sein. Bestandsanlage können problemlos in die Direktvermarktung wechseln und monatlich in das gewohnte Vergütungsmodell zurückkehren.