Begriffe kurz erklärt
Energiewende ist der Übergang von der Nutzung von fossilen Energieträgern und Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien. Ziel der Energiewende ist es, die von der konventionellen Energieerzeugung verursachten ökologischen Probleme zu minimieren und die dabei anfallenden, bisher im kaum eingepreisten, externen Kosten zu internalisieren. Angesichts der globalen Erwärmung ist besonders die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft von Bedeutung. Die Energiewende umfasst die drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität.
Bei der Direktvermarktung wird Strom aus erneuerbaren Energien direkt verkauft, zum Beispiel über das Marktprämienmodell an der Strombörse EEX. Man unterscheidet zwischen der verpflichtenden Direktvermarktung von Neuanlagen und der optionalen Direktvermarktung von Bestandsanlagen.
Neue Anlagen, die ab dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen wurden und eine installierte Leistung von mindestens 100 kW haben, müssen ihren Strom direkt vermarkten (§ 20 EEG 2021). Zusätzlich müssen diese Anlagen fernsteuerbar sein. Bestandsanlage können problemlos in die Direktvermarktung wechseln und monatlich in das gewohnte Vergütungsmodell zurückkehren.